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Ratgeber I - K

Ratgeber ABC

I

Impfungen
Hunde:

ab der 6. Lebenswoche: Parvovirose

ab der 8. Lebenswoche: 7fach-Impfung gegen

  • Pravovirose
  • Staupe
  • Hepatitis
  • Zwingerhusten
  • Leptospirose


ab der 12. Lebenswoche: Auffrischung der 7fach-Impfung und Tollwut

16. Lebenswoche: 7fach-Impfung und Tollwut

Bei dieser Grundimmunisierung muss dann die Tollwut nur noch alle 3 Jahre aufgefrischt werden. Die anderen Krankheiten werden jährlich nachgeimpft, wobei manche Impfstoffe schon Komponenten enthalten, die auch nur alle 3 Jahre wiederholt werden müssen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit gegen Borreliose ( >> Borreliose) zu impfen:
Grundimmunisierung ab der 12. Woche mit einer Auffrischen nach 4 Wochen und einer nach 6 Monaten im ersten Jahr. Dann erfolgt eine jährlicher Nachimpfung. Vor der Impfung sollte außer bei sehr jungen Hunden - eine Blutuntersuchung auf Borrelien-Antikörper stattfinden, um eine Komplikation durch die Impfung zu vermeiden. Die Impfung bietet keinen Schutz vor Zecken! Dazu müssen spezielle Präparate verwendet werden!

Katzen:

ab der 8. Lebenswoche:


ab der 12. Lebenswoche: Auffrischung der oberen Impfungen und zusätzlich Tollwut;

ab der 16. Lebenswoche:


ab der 19. Lebenswoche: Auffrischung der FIP

Die Tollwutimpfung ist bei der Katze 3 Jahre gültig, so dass in den Jahren dazwischen nur die anderen Impfungen aufgefrischt werden müssen.

Es ist nicht für jede Katze nötig alles impfen zu lassen! Wir beraten Sie gerne, welche Impfungen bei Ihrer Katze sinnvoll sind.




K

Kastration
Die Kastration ist indiziert zur Unterbindung der Fortpflanzungsfähigkeit und bei pathologischen Veränderungen der Geschlechtsorgane. Als Unterdrückung von Aggressivität gegenüber Menschen, z. B. bei Rüden ist sie nur bedingt geeignet.
Bei Hündinnen ist die Kastration auch angezeigt, um später häufig auftretende Tumoren der Gesäugeleiste (Mammatumore) bzw. Gebährmuttervereiterungen (Pyometra) zu verhindern. Bei einer Kastration vor der zweiten Läufigkeit wird das Risiko für eine Tumorerkrankung auf ein Minimum reduziert. Eine spätere Kastration hat in der Regel keinen Einfluss mehr auf eine Tumorbildung. Kastration nach der ersten im Vergleich zur OP vor der ersten Läufigkeit reduziert wiederum das Risiko, dass die Hündin später inkontinent wird. Diese kann jedoch medikamentös behandelt werden. Nebenwirkungen einer Kastration bei der Hündin können - neben der Inkontinenz - Gewichtszunahme und Haarkleidveränderungen sein.
Die Kastration eines Rüden ist angezeigt bei Aggressivität gegen andere Rüden, Hypersexualität und Prostataproblemen.

Bei Katern und Kätzinnen sollte die Kastration aus tierschützerischen Gründen zumindest bei Freiläufern erfolgen, um die Katzenpopulation nicht unnötig zu vergrößern. Katzen und Kater werden in der Regel in einem Alter von ca. 6 Monaten kastriert, es geht aber auch früher.

Katzen-AIDS
siehe unter >> Feline Immunschwäche Viruserkrankung

Katzenschnupfen
Katzenschnupfen ist eine lebensgefährliche Erkrankung, die nicht verharmlost werden darf. Die Ursache sind verschiedene Infektionserreger wie Herpesviren, Caliciviren und Chlamydien ( >> Chlamydien). Aufgrund der vielen Erreger, die daran beteiligt sein können, spricht man auch von einer Komplexerkrankung. Allein in der Gruppe der Caliciviren gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Virustypen und -ausprägungen, deren Zusammensetzung sich stetig verändert. Chlamydien spielen lediglich bei großen Beständen und Katzenzuchten eine gewisse Rolle.
Infizierte, äußerlich aber nicht unbedingt sichtbar kranke Katzen, verbreiten die Schnupfenerreger und stecken empfängliche, nichtgeimpfte Katzen an.
Besonders gefährdet sind Jungkatzen, Katzen mit Auslauf, solche, die in eine Tierpension oder eine Klinik gebracht werden müssen, und Katzen, die an einer anderen Grundkrankheit, wie der Katzenleukose (Leukose à) leiden.
Die Krankheit beginnt mit:

  • tränenden Augen
  • klarem, wässrigen Nasenausfluss
  • Niesen
  • Fieber
  • Appetitmangel.


Diese Symptome können sich schnell zum wirklichen "Katzenschnupfen" verschlimmern:

  • eitriger Augen- und Nasenaufluss
  • schmerzhafte, blutige Geschwüre in der Nase, auf der Zunge, am Zahnfleisch und im Rachen
  • Verweigerung der Futteraufnahme
  • fortschreitende Schwächung bis zum Tod.


Als Schutzmaßnahme sollte jede Katze geimpft werden ( >> Impfungen)!

Katzenseuche
Katzenseuche oder Panleukopenie ist eine hochgradig ansteckende Viruserkrankung. Der Erreger, der von infizierten Katzen hauptsächlich mit dem Kot ausgeschieden wird, ist extrem widerstandsfähig. Selbst eine nur in der Wohnung gehaltene Katze ist gefährdet, wenn der Erreger mit Schuhen in die Wohnung getragen wird. Die Krankheit nimmt besonders bei Jungtieren oft einen rapiden, tödlichen Verlauf. Erste Hinweise sind plötzlicher Appetitmangel und Bewegungsunlust. Mit dem Auftreten von Fieber verschlimmert sich der Zustand sehr schnell. Es kommt zu Erbrechen und schließlich zu Durchfall mit wässrig-blutigem Kot. Die Katze verliert dadurch sehr schnell viel Flüssigkeit.
Leider sind trotz Intensivtherapie vor allem Jungkatzen häufig nicht mehr zu retten. Auch eine Übertragung im Mutterleib ist möglich! Gegen Katzenseuche kann geimpft werden ( >> Impfungen).

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