Ratgeber L - M - Tierarztpraxis Xenia Mokrys und Dr. Sabine Gertz 47877 Willich-Anrath

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47877 Willich - Anrath
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Tierarztpraxis Mokrys & Dr. Gertz
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Ratgeber L - M

Ratgeber ABC

L

Leishmaniose
Die Leishmaniose ist eine durch Protozoen (Parasiten à) hervorgerufene Haut- oder/und Eingeweideerkrankung. Die Krankheit wird durch die Sandfliege der Gattung Phlebotomus übertragen, die südlich der 10°C-Jahresisotherme vorkommt. Dies ist in Europa etwa identisch mit dem 45. Breitengrad (v. a. Spanien, Italien, Portugal, Südfrankreich/Korsika, Griechenland, Türkei). Mittlerweile können sich Hunde jedoch auch schon bei uns infizieren (warme Witterung).
Die Tiere erkranken zwischen 1 bis 18 Monate nach dem Auslandsaufenthalt. Man unterscheidet eine Haut- und eine Eingeweideform, die aber beim Hund im Allgemeinen gleichzeitig besteht.
Symptome:

  • Abmagerung

  • schuppige, rissige Haut

  • Infektionen der Haut

  • stumpfe Haare bis hin zum Haarverlust

  • Nieren- und Lebererkrankung

  • Anämie

  • Lymphknotenvergrößerung

  • Durchfall

  • Konjunktivitis


Der Nachweis des Erregers ist durch Biopsieproben in Lymphknoten, Haut und Leber möglich oder durch die Antikörperbestimmung im Blut. Die Behandlung ist immer recht teuer, langwierig und im Erfolg oft unsicher.
Es ist ratsam, den Hund entweder gar nicht in den Urlaub nach Südeuropa mitzunehmen, oder ihn möglichst optimal gegen die Sandfliege zu schützen (spezielle Halsbänder, spot-on-Präparate).

Leptospirose
Die Leptospirose ist eine weltweit verbreitete, bei zahlreichen Spezies einschließlich des Menschen vorkommende, durch verschiedene Leptospiren (Bakterien) ausgelöste Zoonose. Hunde jeder Altersgruppe sind für die Krankheit empfänglich. Infizierte Hunde können Erreger über lange Zeit mit dem Urin ausscheiden. Daneben sind Ratten und Mäuse eine wichtige Infektionsquelle. Hunde können sich auch über Pfützen, die den Erreger enthalten, infizieren. Ein bis zwei Wochen nach der Infektion kommt es zur Erkrankung mit oft typischen, schwer zu deutenden Symptomen. In schweren Fällen beginnt die Krankheit mit plötzlicher Schwäche, Futterverweigerung, Erbrechen und Fieber. Atembeschwerden und vermehrter Durst sind ebenso wie häufiger Harnabsatz weitere Anzeichen. Bei manchen Hunden entwickelt sich eine Gelbsucht. Erkrankte Hunde erheben sich nur ungern und äußern Schmerzen bei Druck auf die Nierengegend. Das Überstehen der Krankheit kann chronische Nierenschäden hinterlassen, sie endet allerdings auch häufig tödlich. Diagnostiziert werden kann die Erkrankung über den Erregernachweis aus dem Urin oder Blut oder einem Antikörpernachweis nach frühestens einer Woche. Neben der symptomatischen Therapie kommen Antibiotika zum Einsatz. Gegen die Leptospirose kann geimpft (>>Impfungen) werden. Neuerdings gibt es einen neuen Impfstoff mit dem gegen vier, statt bisher zwei, verschiedene Leptospiren-Arten geimpft werden kann. Sollten Sie sich für die neue Impfung entscheiden, würden wir im Rahmen der normalen jährlichen Impfung Ihres Hundes diesen Impfstoff verwenden. Nach 3-4 Wochen müsste die neue Leptospirose-Impfung noch einmal aufgefrischt werden.


Leukose
Katzenleukose ist eine Virusinfektion, die durch das Katzenleukämievirus FeLV hervorgerufen wird und die häufigste tödliche Infektionskrankheit. Von der Ansteckung bis zur Erkrankung können Jahre vergehen. In dieser Zeit wird aber der Erreger millionenfach mit dem Speichel ausgeschieden. Nicht nur kranke, sondern auch gesund erscheinende Katzen können das Virus übertragen.
Die Leukose kann mit den vielfältigsten Krankheitserscheinungen einhergehen. Beginnend mit Lustlosigkeit, Fieber, plötzlicher Abmagerung, blassen Schleimhäuten (Anämie), Entzündungen am Zahnfleisch bis hin zu bösartigen Wucherungen in der Brusthöhle und im Bauch (Leber, Niere, Darm). Die größte Gefahr besteht jedoch in einer Schwächung der Abwehrkraft durch das Virus. Die Leukose ist somit auch Grundlage für viele andere, oft tödlich verlaufende Infektionskrankheiten. Eine Heilung der Leukose ist nicht möglich. Die Diagnose erfolgt entweder anhand der klinischen Symptomatik oder durch eine Blutuntersuchung.  Der wichtigste Schutz besteht in der Schutzimpfung (>>Impfungen), allerdings sollte vorher - sofern man es nicht weiß - durch eine Blutuntersuchung sichergestellt werden, dass die Katze nicht schon mit dem FeL-Virus infiziert ist.

M

Magendrehung
Bei der Magendrehung handelt es sich um einen akuten Notfall bei Hunden! Besonders gefährdet sind große Rassen. Die Magendrehung kommt nicht nur nach dem Spielen im Anschluss an eine Fütterung vor, sondern kann ebenso nach längeren Ruhepausen auftreten. Durch die Drehung des Magens werden die Zugänge verschlossen und der Magen gast auf. Die Blutgefäße nicht nur des Magens, sondern auch zu den anderen Bauchorganen werden abgeschnürt, so dass es zum Kreislaufschock mit Todesfolge kommen kann!
Die Symptome sind sehr typisch:

  • Unruhe

  • Würgen und Speicheln

  • erfolglose Versuche zu Erbrechen

  • deutlich aufgetriebener Vorderbauch!


Bei dem Verdacht auf Magendrehung muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden! Die Therapie besteht in der Kreislaufstabilisation durch Punktion des Magens und Infusionen. Das Tier wird in Narkose gelegt und eine Magensonde geschoben, um den Mageninhalt zu entleeren. Wenn der Magen derart gedreht ist, dass die Sonde nicht bis in den Magen eingeführt werden kann, ist eine Operation nötig.
Prophylaktisch sollte man einen Hund mindestens zweimal täglich füttern, um die Tagesportion aufzuteilen. Nach den Mahlzeiten Ruhepausen einhalten!

Myxomatose
siehe unter  >>Impfung - Kaninchen

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V.17
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