Ratgeber A - B - Tierarztpraxis Xenia Mokrys und Dr. Sabine Gertz 47877 Willich-Anrath

Kehner Straße 86
47877 Willich - Anrath
Tel.: 02156 915758
Tierarztpraxis Mokrys & Dr. Gertz
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Ratgeber A - B

Ratgeber ABC

A

Analdrüsen/ Analbeutel
Bei Hund und Katze rechts und links des Afters angelegt. Wenige Millimeter beiderseits der Afteröffnung enden die Ausführungsgänge. Die Afterdrüsen dienten in der Wildnis mit ihrem übelriechendem Sekret zur Reviermarkierung bei jedem Kotabsatz. Bei vielen Hunden (selten auch bei der Katze) entleeren sie sich nicht mehr von alleine, sondern müssen durch den Tierarzt oder geübten Tierbesitzer ausgedrückt werden. Bei gefüllten Analdrüsen rutschen die Hunde mit dem Hinterteil auf dem Boden oder schlecken sehr oft die Analregion bzw. die Rute. Manchmal kommt es auch zu Entzündungen der Analdrüsen, die dann durch einen Tierarzt gespült und antibiotisch behandelt werden müssen.

B

Bisswunden
Die meisten Bisswunden sehen zunächst relativ harmlos aus, da nur eine kleine Wunde in der Haut zu sehen ist. Sie wird durch den Eckzahn verursacht und heilt oft sehr schnell zu. Doch in der Regel bildet sich später unter der Haut eine Tasche mit eitrigem Sekret. Jede Bisswunde sollte deshalb in Bezug auf ihre Tiefe von einem Tierarzt untersucht, bei Bedarf gespült und antibiotisch abgedeckt werden.

Blutuntersuchung
Vor allem bei älteren Tieren sollte routinemäßig alle 1-2 Jahre eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Sie ermöglicht das frühzeitige Erkennen von Krankheiten, da alle Organe (z. B. Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse) beurteilt werden können. Auch Infektionskrankheiten sind so erkennbar.

Borreliose
Vor allem chronisch verlaufende, schwierig zu erfassende Infektionskrankheit, welche durch Borrelien (Spiralbakterien) verursacht wird. Überträger der Krankheit sind Zecken. Die Inkubationszeit beträgt 2-5 Monate. Die meisten Infektionen verlaufen symptomlos, ansonsten treten auf:

  • Futterverweigerung

  • Fieber

  • Lahmheit

  • Schwellungen und/oder Schmerzhaftigkeit eines oder mehrerer Gelenke, der Muskeln oder der Wirbelsäule.


Der Nachweis der Borreliose erfolgt über eine Antikörperbestimmung im Blut und wird mit Antibiotikagabe behandelt. Eine Schutzimpfung (>>Impfung) ist möglich.

Babesiose (Hundemalaria)
Babesiosen (Protozoen) kommen in den Ländern der warmen Klimazone weltweit bei Hunden vor. Sie werden durch verschiedene Zeckenarten übertragen. Die Symptome richten sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und können im schlimmsten Fall durch Atem- und Kreislaufversagen zum Tod führen. Typische akute Symptome sind:

  • Mattigkeit

  • Schäche

  • Fieber bis 42°C

  • blasse bis gelbliche Schleimhäute (Anämie)

  • rot- bis grünbrauner Harn

  • Anzeichen von Nierenversagen

  • Leber- und Milzvergrößerung.


Der Nachweis erfolgt über eine Blutuntersuchung ab der 2. bis 3. Woche nach der Infektion. Am sichersten kann man seinen Hund vor einer Infektion schützen, indem man ihn nicht mit in südliche Länder nimmt. Ansonsten sollte man für einen optimalen Zeckenschutz sorgen.

Blasenentzündung
Eine Entzündung der Harnblase zeigt sich in der Regel durch häufigen Harnabsatz bis hin zu blutigem Urin. Sollten Sie den Verdacht auf eine Blasenentzündung haben, bringen sie bei der Vorstellung des Tieres in der Tierarztpraxis am besten gleich eine Urinprobe mit. Durch diese kann festgestellt werden, wie schlimm die Entzündung ist und ob z. B. Harnkristalle mitbeteiligt sind. In der Regel erfolgt die Therapie einer Cystitis durch die Gabe von Antibiotika und Spasmoanalgetika, im Fall der Kristallbildung durch spezielle Diäten. Die Therapie kann unter Umständen - je nach Keimart - über Wochen andauern!

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