Ratgeber C - D - Tierarztpraxis Xenia Mokrys und Dr. Sabine Gertz 47877 Willich-Anrath

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47877 Willich - Anrath
Tel.: 02156 915758
Tierarztpraxis Mokrys & Dr. Gertz
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Ratgeber C - D

Ratgeber ABC

C

Chlamydien bei der Katze
Chlamydien sind hochspezialisierte parasitierende Mikroorganismen, die auch Vögel und den Mensch infizieren können. Bei Katzen ist es vor allem ein Bestandsproblem.
Klinische Symptome sind:

  • beidseits starke Bindehautentzündung

  • erst wässriger, später eitriger Augenausfluss

  • geringgradiger Husten

  • Nasenausfluss

  • Niesen

  • gelegentlich leichte Läsion der Lunge.


Das Allgemeinbefinden der Katze ist in der Regel ungestört und verschlechtert sich erst bei einer bakteriellen Sekundärinfektion. Eine Impfung ist möglich.

Cushing-Syndrom
Das Cushing-Syndrom stellt zusammen mit Diabetes mellitus die häufigste hormonelle Erkrankung des älteren Hundes dar. Es umfasst die Gesamtheit aller klinischen und biochemischen Veränderungen im Organismus, die unter der Einwirkung chronisch erhöhter Serumglukokortikoidspiegel (u. a. Kortison) entstehen. Die Glukokortikoide werden in der Nebennierenrinde gebildet. Die typischen Symptome umfassen:

  • vermehrtes Trinken

  • vermehrter Urinabsatz

  • Stammfettsucht (Hängebauch, dünne Gliedmaßen)

  • Lebervergrößerung

  • Haarausfall (oft symmetrisch, besonders an ventralem Abdomen, Flanken und Ohren), verbleibendes Fell ist stumpf und trocken, dünne Haut etc.


Die Diagnosesicherung erfolgt über die Injektion eines Medikamentes, dass die Produktion des Kortisons in der Nebenniere blockieren soll. Danach sind 3-4 Blutabnahme über den Tag verteilt nötig, um den Kortisonwert im Blut zu bestimmen. Bei bestehendem Cushing kann medikamentös behandelt werden.


D

Durchfall/ Erbrechen
Es gibt verschiedene Ursachen sowohl für Erbrechen als auch für Durchfall, z. B.:

  • verdorbenes Futter oder gefressener Unrat

  • Fremdkörper

  • zu rasche Futteraufnahme

  • Futtermittelallergien

  • Entzündungen/Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

  • Wurmbefall

  • Leber-, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen

  • Vergiftungen


Wenn das Allgemeinbefinden des Tieres nicht gestört ist, reicht in der Regel eine 24-stündige Futterkarenz, Wasseraufnahme in Maßen und danach eine Diät mit gekochtem Geflügelfleisch und Reis, Hüttenkäse oder Magerquark. Sollte keine Besserung eintreten muss der Tierarzt aufgesucht werden!

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
Der Diabetes mellitus zählt zu den häufigsten endokrinen (hormonellen) Erkrankungen des Hundes und auch der Katze. Es handelt sich mit einem absoluten oder relativen Insulinmangel einhergehenden komplexen Störung des Kohlenhydrat-, Protein- und Fettstoffwechsels. Tiere jeden Alters können erkranken, die überwiegende Zahl der Patienten befindet sich jedoch in der zweiten Lebenshälfte. Die typischen Symptome eines Diabetes mellitus sind:

  • vermehrtes Trinken

  • vermehrter Urinabsatz

  • vermehrte Futteraufnahme

  • Gewichtsverlust

  • Katarakt (Linsentrübung)

  • Lebervergrößerung

  • stumpfes Haarkleid

  • variabler Ernährungszustand (adipös bis kachektisch).


Bei komplizierteren Verlaufsformen ist der Allgemeinzustand des Tieres stark gestört, sie fressen nicht mehr und erbrechen. Die Diagnose erfolgt über die Bestimmung der Blutglucose und des Fruktosaminwertes. Danach wird das Tier über 24 Stunden auf eine Insulintherapie eingestellt. Dazu sind über den Tag verteilt ca. 3-4 Blutabnahme nötig, um die Reaktion des Glucosewertes im Blut auf eine Insulininjektion zu beobachten.

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