Ratgeber E - F - Tierarztpraxis Xenia Mokrys und Dr. Sabine Gertz 47877 Willich-Anrath

Kehner Straße 86
47877 Willich - Anrath
Tel.: 02156 915758
Tierarztpraxis Mokrys & Dr. Gertz
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Ratgeber E - F

Ratgeber ABC

E

Ehrlichiose
Die Ehrlichiosen sind in den tropischen und subtropischen Gebieten südlich des 45. Breitengrades, z. B. in den Mittelmehranrainerstaaten, Asien, Afrika sowie Amerika, bei Hunden weit verbreitet. Mittlerweile können diese Erkankungen jedoch auch bei uns aufgrund der wärmeren Witterung und der Einfuhr von Hunden aus Südeuropa vorkommen. Die Ehrlichien (meist E. canis) werden durch die Braune Hundezecke übertragen. Die Erkrankung kann akut oder chronisch verlaufen. In akuten Fällen kommt es zu Fieberschüben, Lymphknotenschwellung, Nasen- und Augenausfluss, Milzvergrößerung und selten zu Reizungen der Hirnhäute. Die häufigere chronische Form zeigt folgende Symptome:

  • Lustlosigkeit, Müdigkeit

  • leichte Abmagerung

  • verminderte Fresslust

  • Nasenausfluss

  • Lymphknoten- und Milzvergrößerung

  • Anämie


Verdächtig für die Ehrlichiose sind Nasenbluten, kleine punktförmige Hautrötungen/-blutungen sowie Hodensack- und Gliedmaßenödeme. Die Diagnose wird anhand der Symptome, des Vorberichtes (Aufenthalt in den entsprechenden Regionen) und der Blutuntersuchung gestellt. Antikörper sind ca. ab dem 14. Tag nach der Infektion im Blut nachweisbar. Therapiert wird mit Antibiotika.

Entwurmen
Der Befall des Hundes oder der Katze mit Würmern gehört zu den häufigsten parasitären Krankheiten. Hierbei spielen vor allem Rundwürmer, wie der Spulwurm, der Hakenwurm sowie der Peitschenwurm, eine große Rolle. Der häufigste Bandwurm des Hundes ist der Gurkenkernbandwurm, der über Flöhe übertragen wird. Der Fuchsbandwurm kommt aufgrund des schwierigen Übertragungsweges - der Hund muss den Zwischenwirt (z. B. eine Maus) aufnehmen - beim Hund fast nie vor. Hauptsächlich davon betroffen sind Hof-, Hüte- und Jagdhunde.
Der Nachweis eines Wurmbefalls erfolgt durch die Untersuchung des Kotes auf Wurmeier. In seltenen Fällen sind die Würmer mit bloßem Auge im Kot sichtbar (Rundwürmer lang, weiß, dünn; Bandwurmglieder reiskornartig;).
Entwurmungsmedikamente gibt es als Tabletten, Pasten und als Spot-on zum Aufträufeln auf die Haut.
Prinzipiell sollte man Hunde und Katzen 1 bis 2 Mal im Jahr entwurmen, wenn kleine Kinder Kontrakt zu den Tieren haben, alle 3 Monate. Jungtiere bis zu 3 Monaten werden alle 14 Tage entwurm, im ersten Lebensjahr alle 3 Monate.

Erbrechen
Siehe bei  >>Durchfall / Erbrechen

Euthanasie
Die wohl häufigsten Gründe zur Euthanasie sind durch Unfall bedingte schwere Verletzungen, chronische, unheilbare Krankheiten oder Schmerzzustände oder eine Kombination von altersbedingten Problemen der Tiere.
Bei einer Euthanasie wird dem Tier ein überdosiertes Narkosemittel (Barbiturat) appliziert, so dass es tief schläft bevor Atmung und Herz stehen bleiben.
Streng genommen ist es heutzutage nicht mehr erlaubt sein Tier im eigenen Garten zu begraben. Alternativ besteht die Möglichkeit es in einem Tierkrematorium verbrennen zu lassen, oder es durch die Tierköperbeseitigung abholen zu lassen. Nähere Informationen erhalten Sie über ihre Tierarztpraxis.


F

Feline Immunschwäche (FIV)
Das feline Immunschwächevirus (FIV) verursacht ein dem humanen erworbenen Immunschwächesyndrom AIDS sehr ähnliches Krankheitsbild und wird daher als Erreger des "Katzen-AIDS" bezeichnet. Das Virus ist jedoch für den Menschen völlig ungefährlich! Eine fast 100 %ige Übertragung findet durch den Biss eines infizierten Tieres statt, deshalb sind nicht kastrierte Kater, die ihr Revier verteidigen müssen, besonders gefährdet. Eine Übertragung durch den Deckakt, vom Muttertier auf den Fötus und durch die Muttermilch ist möglich. Die Krankheit kann in verschiedene Stadien eingeteilt werden. Nach dem Initialstadium, das meist vom Besitzer unbemerkt bleibt, sind die Katzen meist für einige Jahre gesund. Die Symptome ergeben sich in der Regel durch die Schwäche des Immunsystems infolge von Infektionen mit Mikroorganismen, die bei einem immunkompetenten Tier - wenn überhaupt - nur eine leichte Erkrankung verursachen würden. Veränderungen die am häufigsten mit einer FIV-Infektion auftreten, sind:

  • chronische Zahnfleischentzündungen

  • chronische Erkrankungen des oberen Atmungstraktes

  • Abmagerung

  • Fieber

  • Lymphknotenvergrößerungen

  • Blutarmut

  • chronische Hauterkrankungen

  • chronischer Durchfall

  • neurologische Symptome und Tumoren.


Der Nachweis der Infektion erfolgt über die Antikörperbestimmung im Blut. Neben der symptomatischen Therapie der Sekundärinfektionen stehen für die antivirale Chemotherapie Substanzen aus der HIV-Forschung zur Verfügung.
Infizierte Katzen sollten auf jeden Fall im Haus gehalten werden und eine Weiterverbreitung der Krankheit zu verhindern. Eine Impfung ist zur Zeit noch nicht möglich.

Feline infektiöse Peritonitis (FIP)
Feline infektiöse Peritonitis (FIP) bedeutet soviel wie ansteckende Bauchfellentzündung der Katze. Die Ursache ist eine Infektion mit einem Coronavirus, dass normalerweise eine "harmlose" Durchfallerkrankung auslöst. Erst wenn es zum Erreger der FIP mutiert, wird die tödlich verlaufende Erkrankung ausgelöst. Im ersten Stadium äußert sich die Krankheit in Form von Fieber, Appetitmangel und leichten Atembeschwerden. Nach Abklingen dieser Symptome kann es unterschiedliche Zeit später zum zweiten Stadium der Erkrankung kommen. Hierbei unterscheidet man eine sogenannte feuchte Form der FIP, die in typischen Fällen mit einer "Bauchwassersucht" einhergeht. So erkrankte Katzen sind am ganzen Körper abgemagert, haben aber einen dicken, flüssigkeitsgefüllten Bauch. Bei der sogenannten trockenen FIP kommt es zu einer Entzündung der inneren Organe (Leber, Niere, Milz usw.) mit Fieber und teilweise Atembeschwerden. In ganz seltenen Fällen kann auch die zentral-nervöse Form beobachtet werden.
Die Diagnosestellung der FIP ist relativ schwierig, da die Höhe des Coronavirus-Antikörpertiters keinen Hinweis gibt, ob nun eine harmlose Darminfektion oder die FIP vorliegt. Hierzu müssen weitere Blutparameter hinzugezogen werden.
Eine Therapie der FIP ist derzeit nicht möglich, es kann jedoch prophylaktisch geimpft (>>Impfung) werden. Die Impfung ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn das Tier noch nicht mit einem Coronavirus infiziert ist. Die früheste Infektion kann bereits im Mutterleib stattfinden.

Futterverweigerung bei der Katze
Es gibt vielfältige Ursachen dafür, dass eine Katze nicht mehr oder schlecht frisst:

  • entzündliche oder infektiöse Erkrankungen/Tumoren

  • schmerzhafte Läsionen im Maul-/Speiseröhrenbereich

  • Übelkeit infolge von Medikamenteneinnahmen

  • Bauchspeicheldrüsenentzündung

  • Lebererkrankungen

  • entzündliche Darmerkrankungen

  • Nierenerkrankungen

  • Schilddrüsenüberfunktion.


Unabhängig von der Ursache sollte auf jeden Fall spätestens dann ein Tierarzt aufgesucht werden, wenn die Katze 2 Tage nichts gefressen hat! Ansonsten kommt es zur Entgleisung des Leberstoffwechsels, der durch die Fettmobilisation und die Freisetzung von Fettsäuren entsteht. Besonders adipöse Katzen sind gefährdet!
Neben der Therapie durch den Tierarzt ist der Besitzer stark gefordert und braucht viel Geduld, wenn es darum geht seiner Katze "das Fressen wieder schmackhaft" zu machen!

Tierarztpraxis Mokrys & Dr. Gertz
V.17
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