Ratgeber I - K - Tierarztpraxis Xenia Mokrys und Dr. Sabine Gertz 47877 Willich-Anrath

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47877 Willich - Anrath
Tel.: 02156 915758
Tierarztpraxis Mokrys & Dr. Gertz
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Ratgeber I - K

Ratgeber ABC

I

Impfungen

Hunde:

ab der 6. Lebenswoche:

  • Parvovirose

ab der 8. Lebenswoche 5-fach-Impfung gegen:

  • Pravovirose
  • Staupe

  • Hepatitis

  • Zwingerhusten

  • Leptospirose


ab der 12. Lebenswoche:

  • Auffrischung der 5-fach-Impfung und Tollwut

16. Lebenswoche:

  • Auffrischung der 5-fach-Impfung

Nach einem Jahr wird die komplette Impfung noch einmal wiederholt (ggf. ohne Tollwut - je nach Impfhersteller) und dann erst ist die Grundimmunisierung abgeschlossen. In den Folgejahren werden die viralen Komponenten i.d.R. nur noch alle drei Jahre geimpft, die baktieriellen Komponenten (Leptospirose und Zwingerhusten) jährlich.

Natürlich sollte jede Impfung zu dem entsprechenden Hund passen.

Bitte sprechen Sie uns an!


Zusätzlich besteht die Möglichkeit gegen Borreliose (>>Borreliose
) zu impfen:
Grundimmunisierung ab der 12. Woche mit einer Auffrischen nach 4 Wochen und einer nach 6 Monaten im ersten Jahr. Dann erfolgt eine jährlicher Nachimpfung. Vor der Impfung sollte   außer bei sehr jungen Hunden - eine Blutuntersuchung auf Borrelien-Antikörper stattfinden, um eine Komplikation durch die Impfung zu vermeiden. Die Impfung bietet keinen Schutz vor Zecken! Dazu müssen spezielle Präparate verwendet werden!

Katzen:

ab der 8. Lebenswoche:

  • Katzenseuche (s. u.)
  • Katzenschnupfen (s. u.)

  • >>Leukose


ab der 12. Lebenswoche:

  • Auffrischung der oberen Impfungen und zusätzlich Tollwut

Die Tollwutimpfung ist bei der Katze 3 Jahre gültig, so dass in den Jahren dazwischen nur die anderen Impfungen aufgefrischt werden müssen.
Es ist nicht für jede Katze nötig alles impfen zu lassen! Wir beraten Sie gerne, welche Impfungen bei Ihrer Katze sinnvoll sind.

Kaninchen:
Kaninchen sollten, wenn sie draußen leben, gegen zwei Krankheiten geimpft werden:

1. Myxomatose:
Diese Virusinfektion äußert sich als erstes durch eine Schwellung im Kopfbereich (Augen, Ohren, Lippen, Nasenrücken) oder in der  Anogenitalregion mit dann meist eitriger Sekretion.
Diese Symptome können bereits nach einem Tag so schlimm werden, dass die Tiere nur noch schwer atmen oder fast nichts mehr sehen können und auch immer schwieriger Futter aufnehmen. Bereits nach 12 Tagen kann dies mit dem Tod enden. Am häufigsten wird die Myxomatose durch blutsaugende Insekten wie Kaninchenflöhe oder Stechmücken übertragen. Auch eine Übertragung von Kaninchen zu Kaninchen ist möglich.

2. Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD):
Die RHD wird ebenfalls durch ein Virus ausgelöst, jedoch unterscheiden sich die Symptome wesentlich von der der Myxomatose. Die meisten RHD erkrankten Kaninchen sterben schnell ohne offensichtliche Krankheitsanzeichen. Kaninchen, die länger überleben, zeigen Symptome wie Fieber und Krämpfe, die schnell zum Koma führen und innerhalb von 12-36 Stunden mit dem Tod enden. Häufig wird vor dem Tod ein blutiger Nasenausfluss beobachtet.
Das RHD-Virus wird von betroffenen Tieren mit dem Urin, Kot und Atemwegssekreten  ausgeschieden. Die Übertragung auf andere Tiere erfolgt entweder durch direkten Kontakt  oder durch kontaminierte Kleidung, Ställe, Näpfe etc.. Der Erreger ist in der Umwelt sehr  widerstandsfähig und kann in der Außenwelt mehrere Monate überleben.


Die Impfung erfolgt neuerdings mit nur einer Injektion gegen Myxomatose und RHD und soll für ein Jahr schützen. Es empfiehlt sich, die Impfung im Frühjahr vorzunehmen, da der Schutz dann über den Sommer (Insektenzeit) am stärksten ist.


3. RHD2:

Seit ca. 1,5 Jahren gibt es eine neue Virusvariante der Rabbit Haemorrhagic Disease. Gegen diese i.d.R. tödlich verlaufende Erkrankung ist der Impfstoff jetzt endlich in Deutschland zugelassen. Er soll ca. Ende Mai/Anfang Juni 2017 bestellbar sein.

    

K

Kastration
Die Kastration ist indiziert zur Unterbindung der Fortpflanzungsfähigkeit und bei pathologischen Veränderungen der Geschlechtsorgane. Als Unterdrückung von Aggressivität gegenüber Menschen, z. B. bei Rüden ist sie nur bedingt geeignet.
Bei Hündinnen ist die Kastration auch angezeigt, um später häufig auftretende Tumoren der Gesäugeleiste (Mammatumore) bzw. Gebährmuttervereiterungen (Pyometra) zu verhindern. Bei einer Kastration vor der zweiten Läufigkeit wird das Risiko für eine Tumorerkrankung auf ein Minimum reduziert. Eine spätere Kastration hat in der Regel keinen Einfluss mehr auf eine Tumorbildung. Eine Kastration nach der ersten im Vergleich zur OP vor der ersten Läufigkeit reduziert wiederum das Risiko, dass die Hündin später inkontinent wird. Diese kann jedoch medikamentös behandelt werden. Nebenwirkungen einer Kastration bei der Hündin können - neben der Inkontinenz - Gewichtszunahme und Haarkleidveränderungen sein.
Die Kastration eines Rüden ist angezeigt bei Aggressivität gegen andere Rüden, Hypersexualität und Prostataproblemen.

Bei Katern und Kätzinnen sollte die Kastration aus tierschützerischen Gründen zumindest bei Freiläufern erfolgen, um die Katzenpopulation nicht unnötig zu vergrößern. Katzen und Kater werden in der Regel in einem Alter von ca. 6 Monaten kastriert, es geht aber auch früher.

Katzen-AIDS
siehe unter >>Feline Immunschwäche Viruserkrankung

Katzenschnupfen
Katzenschnupfen ist eine lebensgefährliche Erkrankung, die nicht verharmlost werden darf. Die Ursache sind verschiedene Infektionserreger wie Herpesviren, Caliciviren und Chlamydien (>>Chlamydien). Aufgrund der vielen Erreger, die daran beteiligt sein können, spricht man auch von einer Komplexerkrankung. Allein in der Gruppe der Caliciviren gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Virustypen und -ausprägungen, deren Zusammensetzung sich stetig verändert. Chlamydien spielen lediglich bei großen Beständen und Katzenzuchten eine gewisse Rolle.
Infizierte, äußerlich aber nicht unbedingt sichtbar kranke Katzen, verbreiten die Schnupfenerreger und stecken empfängliche, nichtgeimpfte Katzen an.
Besonders gefährdet sind Jungkatzen, Katzen mit Auslauf, solche, die in eine Tierpension oder eine Klinik gebracht werden müssen, und Katzen, die an einer anderen Grundkrankheit, wie der Katzenleukose (Leukose à) leiden.


Die Krankheit beginnt mit:

  • tränenden Augen

  • klarem, wässrigen Nasenausfluss

  • Niesen

  • Fieber

  • Appetitmangel


Diese Symptome können sich schnell zum wirklichen "Katzenschnupfen" verschlimmern:

  • eitriger Augen- und Nasenaufluss
  • schmerzhafte, blutige Geschwüre in der Nase, auf der Zunge, am Zahnfleisch und im Rachen

  • Verweigerung der Futteraufnahme

  • fortschreitende Schwächung bis zum Tod


Als Schutzmaßnahme sollte jede Katze geimpft werden (>>Impfungen)!

Katzenseuche
Katzenseuche oder Panleukopenie ist eine hochgradig ansteckende Viruserkrankung. Der Erreger, der von infizierten Katzen hauptsächlich mit dem Kot ausgeschieden wird, ist extrem widerstandsfähig. Selbst eine nur in der Wohnung gehaltene Katze ist gefährdet, wenn der Erreger mit Schuhen in die Wohnung getragen wird. Die Krankheit nimmt besonders bei Jungtieren oft einen rapiden, tödlichen Verlauf. Erste Hinweise sind plötzlicher Appetitmangel und Bewegungsunlust. Mit dem Auftreten von Fieber verschlimmert sich der Zustand sehr schnell. Es kommt zu Erbrechen und schließlich zu Durchfall mit wässrig-blutigem Kot. Die Katze verliert dadurch sehr schnell viel Flüssigkeit.
Leider sind trotz Intensivtherapie vor allem Jungkatzen häufig nicht mehr zu retten. Auch eine Übertragung im Mutterleib ist möglich! Gegen Katzenseuche kann geimpft werden (>>Impfungen).

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