Ratgeber N - P - Tierarztpraxis Xenia Mokrys und Dr. Sabine Gertz 47877 Willich-Anrath

Kehner Straße 86
47877 Willich - Anrath
Tel.: 02156 915758
Tierarztpraxis Mokrys & Dr. Gertz
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Ratgeber N - P

Ratgeber ABC

N

Niereninsuffizienz
Eine Niereninsuffizienz (herabgesetzte Nierenfunktion) kann akut oder chronisch verlaufen.
Die akute Niereninsuffizienz tritt seltener auf. Sie wird durch Kreislaufversagen, Toxine oder akuten Nierenentzündung hervorgerufen.
Die chronische Niereninsuffizienz stellt eine progressiv verlaufende Erkrankung dar und ist eines der häufigsten Probleme der älteren Katze, aber auch der Hunde. Die klinischen Symptome - vermehrtes Trinken, Erbrechen, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit u. a. - treten erst relativ spät auf, wenn die Nieren schon zu 2/3 geschädigt sind. Als Folge kommt es zu Elektrolytverschiebungen und zur Ansammlung von harnpflichtigen Substanzen im Blutkreislauf (z. B. Harnstoff und Kreatinin).
Das Ziel einer Therapie ist die Anregung der Nierenfunktion und somit die Ausschwemmung der harnpflichtigen Substanzen. Dies wird durch intravenöse Infusionen über drei Tage, Diuretika und eine symptomatische Therapie der sekundären Begleiterscheinungen dieser Erkrankung versucht. Anschließend sollte der Patient mit einer speziellen Nierendiät ernährt werden, um die Niere zu entlasten.

O

Operationsvorbereitung
Wenn Ihr Tier zu einer Operation angemeldet ist, sollte es am Abend vorher die letzte kleine Mahlzeit angeboten bekommen, weil es sonst zu Erbrechen mit Erstickungsgefahr während der Narkose kommen kann. Trinken ist erlaubt. Direkt vor dem Termin sollte der Hund noch einmal Gassi gehen!

Operationsnachsorge
Zu Hause sollte der Patient warm, ruhig und getrennt von anderen Tieren gehalten werden. Eine kleine Futtermenge darf - je nach Operation - abends angeboten werden. Wasser sollte zur Verfügung stehen. Es muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass das Tier nicht an der Operationswunde leckt, damit diese sich nicht entzündet und der Patient sich die Fäden zieht!!!

P

Parasiten
Bei allen Tierarten gibt es Endo- und Ektoparasiten, also Parasiten die im Körper vorkommen oder auf/in der Haut leben.
a) Protozoen:
Einzeller die in Darm, Muskulatur, Blut und Haut lokalisiert sein können.
Wichtig ist hier die Toxoplasmose der Katze die für das Tier in der Regel relativ harmlos verläuft, bei schwangeren Frauen aber zu Fehlgeburten führen kann. Giardien (>>Giardien) können v. a. beim Hund zu Durchfällen führen. Die Leishmaniose (>>Leishmaniose) und Babesiose (>>Babesiose) werden ebenfalls durch Protozoen ausgelöst.

b) Würmer:
Der Befall des Hundes oder der Katze mit Würmern gehört zu den häufigsten parasitären Krankheiten. Hierbei spielen vor allem Rundwürmer, wie der Spulwurm, der Hakenwurm sowie der Peitschenwurm, eine große Rolle. Der häufigste Bandwurm des Hundes ist der Gurkenkernbandwurm, der über Flöhe übertragen wird. Der Fuchsbandwurm kommt aufgrund des schwierigen Übertragungsweges - der Hund muss den Zwischenwirt (z. B. eine Maus) aufnehmen - beim Hund fast nie vor. Hauptsächlich davon betroffen sind Hof-, Hüte- und Jagdhunde.
Der Nachweis eines Wurmbefalls erfolgt durch die Untersuchung des Kotes auf Wurmeier. In seltenen Fällen sind die Würmer mit bloßem Auge im Kot sichtbar (Rundwürmer lang, weiß, dünn; Bandwurmglieder reiskornartig;).
Entwurmungsmedikamente gibt es als Tabletten, Pasten und als Spot-on zum Aufträufeln auf die Haut.
Prinzipiell sollte man Hunde und Katzen 1 bis 2 Mal im Jahr entwurmen, wenn kleine Kinder Kontrakt zu den Tieren haben, alle 3 Monate. Jungtiere bis zu 3 Monaten werden alle 14 Tage entwurm, im ersten Lebensjahr alle 3 Monate.

c) Ektoparasiten:
Es gibt diverse Parasiten, die auf der Haut der Tiere leben. Die häufigsten sind Zecken und Flöhe, die beide Blut saugen. Zecken sind in der Regel leicht erkennbar und können manuell oder mit einer speziellen Zeckenzange entfernt werden. Gefährlich werden sie erst dadurch, dass sie diverse Krankheiten übertragen können (z. B.  >>Borreliose, >>Ehrlichiose, >>Babesiose). Flöhe verursachen v. a. Juckreiz und stumpfes Haarkleid. Der Nachweis erfolgt durch Rubbeln der Haare, so dass eventuell vorhandener Flohkot auf den Tisch fällt, der auf einem feuchten weißen Papiertaschentuch als rote Flecken erkennbar wird. Sowohl gegen Zecken als auch gegen Flöhe gibt es diverse Präparate, z. B. sogenannte Spot-on-Mittel, die direkt auf eine Stelle der Haut aufgetragen werden und sich von dort über die ganze Körperoberfläche verteilen. Sie wirken in der Regel 4 bis 6 Wochen.
Auch ein Befall mit Milben ist bei allen Tieren möglich. Die Symptome sind je nach Milbenart unterschiedlich. Juckreiz kann, muss aber nicht vorhanden sein. Meistens sind die betroffenen Hautstellen haarlos. Der Nachweis der Milben erfolgt durch das Anfertigen eines Hautgeschabsels und dessen Untersuchung unter dem Mikroskop. So können verschiedene Milbenarten unterschieden werden, um dann eine spezifische Behandlung einzuleiten.

Polydipsie/Polyurie
Darunter versteht man vermehrtes Trinken und damit verbundener vermehrter Urinabsatz. Dies kann verschiedene Ursachen habe, z. B.:

  • Diabetes mellitus

  • Gebärmuttervereiterung ("Pyometra") (s. u.)

  • Morbus Cushing bzw. Cushing

  • Herz- und Leberprobleme


Zur Abklärung müssen weitere Untersuchungen (v. a. Blutuntersuchung) gemacht werden. Plötzlich vermehrtes Trinken ist immer ein Grund für einen Tierarztbesuch!

Pyometra (Gebärmuttervereiterung)
Wenn eine Hündin nach der Läufigkeit (in der Regel ca. 4-8 Wochen danach) plötzlich mehr trinkt, weniger frißt, schlapp ist und vielleicht wieder Ausfluss zeigt, besteht immer der Verdacht einer Gebärmuttervereiterung. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Gebärmutter (Uterus) mit Bildung von Flüssigkeit (evtl. Eiter), die, wenn der Gebärmuttermund geschlossen ist, nicht ablaufen kann und somit zu einer Vergrößerung der Gebärmutter führt. Eine Diagnose ist durch Röntgen und/oder Ultraschall möglich. Eine Therapie besteht in den meisten Fällen in einer Kastration.

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